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Portugalpassat

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Das war ein guter Tipp von Marco, dem Finnen, den ich in Viana do Castelo getroffen habe. Ohne ihn wäre ich bis Porto durchgefahren und hätte Póvoa de Varzim nicht kennengelernt. Marco ist mit seinem Colin Archer am 2. Juli einhand in Helsinki gestartet (also 3 Tage, bevor wir in Braunschweig losgefahren sind) und war vor uns hier. Hut ab, kann ich da nur sagen.

 

Am Montag sind wir dann gemeinsam um 13:00 aufgebrochen zu einem der schönsten Segeltage, vielleicht dem schönsten überhaupt bisher.

 

On Monday at 01:00 pm I set off to Póvoa de Varzim, a destination, which is just 20 nm south of Viana do Costelo. Marco, a Finnish guy, who sailed singlehanded from Helsinki to here with an old Colin Archer had told me about that place and so I was curious to know it. It was a perfect sailing-day, maybe the best of my whole trip. Wind and waves from North, a sunny sky and a Windpilot, who did a perfect job. 45 minutes with engine, to get out of Viana to a South-course, after that 4 hours sailing with just the genoua downwind with 5 knots average speed. That was great. Póvoa is worth visiting, the marina pretty nice. Friendly people, low price and best facilities. For Anne-Marie: Your jam is delicious, thank You very much.

Stetiger Wind um Stärke 4 - 5 aus Norden, Wellen ca. 1,5m auch aus Norden, viel Sonne. Eine Dreiviertelstunde nach Ablegen konnte ich die Genua setzen, den Motor ausmachen und auf Kurs Süd gehen. Ab da steuerte der Windpilot bis zum Molenkopf in Póvoa de Varzim.

So stelle ich mir Passatsegeln vor, nicht umsonst beschreibt Jimmy Cornell in seinem Seglerlexikon der Welt diesen Wind als Portugalpassat. Die Skyline, die wir dann ansteuerten hatte ich so für einen so kleinen Ort nicht erwartet.

Das hatte was, gab viel zum Fernglasgucken her und weckte die Vorfreude auf die bevorstehende Entdeckungstour. Dann die Marina: ausnehmend freundliche Aufnahme, Super-Facilities (die besten Duschen seit zuhause) und mit rund zehn Euro pro Nacht inklusive einem Freigetränk im Yachtclub eine überaus angenehme Überraschung. An den Liegeplätzen, wie könnte es in dieser Lage anders sein, fast ausschließlich imponierende für Langfahrt ausgerüstete Yachten. Die weiteste Anreise hatte vermutlich dieser Cat aus Papeete:

Unglaublich die Vorstellung, dass wir eines Tages dort festmachen werden. Gestern, am Dienstag ließ meine Faulheit nicht mehr als die Stadtbesichtigung und einen Einkauf zu. Natürlich gewinnt man an in so kurzer Zeit immer nur einen oberflächlichen Eindruck, aber das Ziel dieser Reise ist ja auch ein anderes.

Porto, unser nächster Anlaufpunkt ist nur rund 15 sm entfernt. Die werden wir vermutlich morgen in Angriff nehmen, wenn der Wind uns gewogen bleibt. Damit sind dann auch die Tagesetappen bald gezählt, vielleicht weitere drei oder vier bis Lissabon, wo wir uns dann von der Küstensegelei verabschieden werden.

 

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