Hansis Besuch auf der Frigga war für mich so etwas wie eine Auszeit vom Einhandsegeln. Ich machte mir sozusagen die Perspektive des Kurzurlaubers zu Eigen, begann, die Dinge mehr aus Landsicht zu betrachten.
The visit of my friend Hansi for a couple of days was a welcome diversion of my life as a single-handed-sailor. We spent two days enjoying the sightseeing in
Ich hatte sogar am Flughafen einen Reiseführer für Lissabon gekauft, jetzt hatte ich Lust, ein paar Sehenswürdigkeiten genauer in Augenschein zu nehmen. Zur Stärkung gab es erstmal gegrillte Sardinen, die einem in der Innenstadt etwa alle 20m angeboten werden.

Danach folgten wir teilweise den üblichen Touristenpfaden, teilweise den der Einheimischen, jedenfalls fanden wir eine gute Mischung, um einen möglichst facettenreichen Eindruck der Stadt mitzunehmen.


Dazu gehört natürlich auch das Nachtleben, das bei den sommerlichen Temperaturen überwiegend auf den Straßen und Plätzen stattfand,

und ein Besuch des Stadtteils Belém, in dem wir u. a. die zum Hieronymitenkloster gehörende Kirche Santa Maria de Belém besichtigten.

Hansi is a sailor as well and so, of course we also had to spend some time on the water. The wind was very light the whole time, just enough for a short trip from
Schließlich ist Hansi aber auch ein gestandener Segler, und damit er glaubte, dass die Frigga auch segeln kann, mussten wir auch mal ein Stück rausfahren. Viele Möglichkeiten hatten wir mangels Wind und Zeit jedoch nicht, so bot es sich geradezu an, nach Oeiras zurückzusegeln.

Segeln war zumindest unsere Absicht, aber wie in den Tagen zuvor war das Wetter von brütender Sonne und Leichtwind geprägt. Die Hauptarbeit machte also wieder einmal der gute Perkins (wer’s noch nicht weiß, das ist mein Einbaudiesel). Irgendwie fand ich’s wohl ärgerlich, zumindest im Moment dieser Aufnahme

Abends gab’s zur Abwechselung mal was aus der eigenen Pfanne.

Inzwischen war die Kunde zu mir gedrungen, dass die „Sparrow“ bis Cascais vorgedrungen war. So war das Reiseziel des nächsten Tages klar. Leider wieder zum größten Teil… genau, Perkins. Allerdings verschaffte uns ein frischer Nordwest, der um das Cabo Raso herumwehte zum Schluss für etwa eine halbe Stunde das Vergnügen einiger fast schon sportlich zu nennenden Kreuzschläge.
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Damit waren wir dann auch ganz zufrieden, als wir am Rande der Ankerbucht den Jockel wieder anwarfen und kurz darauf zur Begrüßung längsseits an der „Sparrow“ festmachten. Die Wiedersehensfreude war groß, Pete hatte schon nicht mehr geglaubt, dass wir uns noch mal treffen. Neben der „Sparrow“ lag die „Lida“ von Ruben (s. Gästebucheintrag), der kurz nach unserem Eintreffen die Runde im Cockpit komplett machte.

Am Abend lagen dann drei Segelyachten aus Niedersachsen nebeneinander in der Ankerbucht bei Cascais.


An Hansis letztem Tag mieteten wir einen Kleinwagen, um erstens noch ein wenig das Umland zu erkunden, zweitens Hansi am nächsten Morgen etwa um halb sechs zum Flughafen bringen zu können. Nachdem wir unter der Ponte 25 de Abril hindurch gesegelt waren, wollten wir beide gerne auch mal die Perspektive von oben kennenlernen. Die riesige Christkönig-Statue auf der anderen Seite des Tejo bot sich als lohnenswertes Ausflugsziel an. Diese Statue ist eine verkleinerte Kopie des segnenden Christus von Rio de Janeiro. Sie wurde 1959 fertiggestellt und ist immerhin insgesamt 109 m hoch.

Die Fahrt über die Brücke erlaubte uns einen Schnappschuss der Marina Alcantara. Ganz hinten, in der letzten Reihe hatten wir gelegen. Wenn man genau hinsieht, kann man vielleicht den schwarzen Mast von Marcos Colin Archer entdecken, der lag zu diesem Zeitpunkt noch dort.


Mit Hansis Abreise verließ uns auch das schöne Sommerwetter. Ich verholte aus der Marina wieder auf den Ankerplatz in die Niedersachsenecke.

Die folgenden beiden Nächte waren recht ungemütlich. Regen und Sturmböen, 200 m von uns entfernt krachten die Brecher 3 m hoch auf den Strand. Die Bucht ist zwar durch ihre Lage geschützt, trotzdem baut sich Schwell auf, der einen vor Anker elendig hin und her schaukelt. Da bleibt keine Flasche auf dem Tisch stehen, es heult in den Wanten und der Windgenerator dramatisiert das Geschehen mit seinem Sound zusätzlich. Wir warten also wieder einmal auf das richtige Wetterfenster passend für die nächste Wegstrecke. Beruhigend dabei ist, dass ich meine Ankunft auf den Kanaren wohl für einen zu frühen Zeitpunkt geplant hatte. Ende November startet dort die ARC (Atlantic Rally for Cruiser), an der mehrere hundert Yachten teilnehmen. Das heißt, dass bis zum Start die Liegeplätze auf allen Kanarischen Inseln hoffnungslos überfüllt und alle Preise in dieser Zeit angehoben sind. Es wäre also nicht dumm, erst in der letzten Novemberwoche dort einzulaufen, sofern man mit dem ganzen Trubel nichts am Hut hat. Genug Zeit für Madeira also, genug Zeit abzuwarten.












