Wellenreiten unter Genua mit sechseinhalb Knoten Speed, da lacht das Seglerherz. Wind und Wellen gab's von hinten und das nicht zu knapp. Während die Sparrow-Crew sich entschieden hatte, ihren Aufenthalt in Porto Santo noch etwas zu verlängern, haben Ruben mit seiner Lida (www.sy-lida.de), die beiden Österreicher Sonja und David mit ihrer Molimentum (www.molimentum.at) und ich mit Frigga schon mal die Nase in den Wind gesteckt. Die Zeit im Hafen hatte ich natürlich genutzt, um nach der Ursache für das unerwünschte Wasser in der Bilge zu forschen. Es sah danach aus, dass der Zustand der Stopfbuchse einen erheblichen Anteil an diesem Ärgernis hatte. Die Stopfbuchse sorgt für die Abdichtung der Welle, die vom Getriebe zum Propeller führt im Bereich der Rumpfdurchdringung. Bei der Frigga ist dies ein wassergeschmiertes System, bei dem eine Gummimanschette mit Schlauchschellen auf die Welle montiert und auf der festen Seite, also am Stevenrohr gegen ein Messingwiderlager gepresst wird. Diese Pressung habe ich durch Verschieben der Schlauchschellen erhöht, mit dem Ergebnis, dass sie jetzt zwar nach wie vor nicht dicht ist, jedoch erheblich weniger leckt, als vorher. Die sechseinhalbstündige Fahrt bei Windstärken um die 6, zum Teil wieder mit heftigen Rollbewegungen infolge der schräg von hinten anlaufenden Wellen war genau der richtige Test dafür.
Together with SY Lida and SY Molimentum I left Porto Santo on Friday at 10:00 am. The weatherconditions were perfect for the trip to the main-Island Madeira. 22 kn wind from behind braught us to a max speed of 6.7 kn over ground. That was a lot of fun. 6 1/2 hours later we arrived in Quinta do Lorde, which is a very nice but expensive marina. We'll do some hiking in this area and probably leave to the anchorplace at Funchal next week.
Die Insel gab ihren Charme von weitem nicht zu erkennen, dichte Wolken versperrten den Blick, so daß man die üppig begrünten Berghänge nur erahnen konnte.
Nach Rundung des östlichen Kaps wurde die Sicht etwas besser.

Etwa eine halbe Stunde später liefen wir in Quinta do Lorde ein. Das noch weitere 10 sm entfernte Funchal war eigentlich das verlockendere Ziel, allerdings hatten wir gehört, dass die Marina dort komplett belegt ist, wir hätten also davor ankern müssen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, da wir auf dieser Insel jedoch sowieso mindestens eine Woche verweilen wollen, können wir mit der Erkundung der Gegend in dieser Ecke hier schonmal anfangen.
Das leckere, von David kunstvoll zubereitete Abendessen und der Genuss einiger Flaschen Rotwein auf der Molimentum bildeten den passenden Abschluss eines perfekten Segeltages.
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