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Erstmal Schluss mit Kochen...

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schließlich gibt es noch den einen oder anderen Aspekt einer Atlantiküberquerung, der Stoff zum Schreiben hergibt. Außerdem geht mein Spiritus rapide zur Neige, ich bin mit 3 ½ l losgefahren, habe jetzt nach zehn Tagen 2 l verbraucht und bin vermutlich noch 14 Tage unterwegs.

Natürlich hätte ich mit ungefähr 10 l losfahren müssen, aber das letzte Mal hatte ich das Zeug auf Martinique gesehen und, da ich es weit hätte schleppen müssen nur wenig gekauft. Ich war davon ausgegangen, dass ich auf den anderen französischen Antillen das gleiche Programm in den Supermärkten finden würde, was jedoch ein Trugschluss war. Auf Guadeloupe und St Martin kannten sie noch nicht einmal den Begriff dafür, weder auf englisch noch auf französisch.
Verhungern muss ich deswegen nicht, die Kost wird halt ein paar Tage ziemlich öde, nur Müsli, Kekse und kaltes Dosenfutter, Brot backen geht dann ja auch nicht.


Meanwhile I've passed the northern edge of the tradewind zone on my trip back to Europe and the wind is still there. Until now I was very lucky with the weather. The ocean is calm and friendly, the living on board is easy. I hope, that I won't need my engine as much as people told me.
My next destination is Flores, Fajal two or three days later. I want to see more than one Island of the Acores. Hopefully I'll get there in another two weeks.

 

Inzwischen sind wir fast auf dem 30. Breitengrad angekommen, d. h. die Passatzone liegt hinter uns. Nach allen gängigen Theorien und Erfahrungen liegt jetzt ein 200 - 300 sm breiter Kalmengürtel vor uns, der die Trennung bzw. den Übergang zwischen der nördlichen Westwindzone und dem Passatgürtel markiert. Um diesen Bereich ausgedehnter Flautenfelder mit Motorkraft  überwinden zu können habe ich extra weitere Kanister besorgt, um den Dieselvorrat zu verdoppeln. Während ich auf dem Hinweg nach Barbados 40 l gebunkert hatte, sind es jetzt 85, damit kann ich gute 80 Std. motoren, was uns im Idealfall 400 sm weit bringt. Aber noch läuft es gut, heute haben wir sogar an Geschwindigkeit zugelegt und werden ein Etmal von etwa 110 sm erreichen. Vielleicht habe ich ja Glück und eine Anomalie des sonst üblichen Wetters wirkt sich mal zu meinen Gunsten aus. Nach einem sehr ungemütlichen Beginn dieser Etappe kann ich mich seit drei oder vier Tagen über das Wetter nicht mehr beklagen. Es ist endlich etwas kühler geworden, nur noch 26°, der strahlend blaue Himmel mit hohen Schönwetterwolken bleibt mir jeden Tag ein bisschen länger erhalten. Die Nächte sind hier schon drei Stunden kürzer als auf den Grenadinen. Der Atlantik zeigt sich von seiner freundlichen Seite, die Wellen haben Ostseeformat. Etwas fehlt allerdings in diesem Bild. Die See ist fast völlig unbelebt. Bis auf selten auftauchende einzelne Sturmschwalben ist weit und breit kein Tier zu sehen. Kein Wal, kein Delfin, fast keine Vögel. Das war mir schon im Januar aufgefallen. Seit Moitessiers Zeiten muss sich wohl irgendetwas verändert haben. Schade, darauf hatte ich mich gefreut. Aber, vielleicht bin ich ja immer nur zur falschen Zeit draußen, oder gucke zufällig immer in die falsche Richtung. 
Gestern habe ich beschlossen, Flores anzulaufen und nicht gleich nach Horta auf Fajal durchzufahren. Bis jetzt sieht es so aus, dass ich Zeit genug habe, mir mehr als eine Insel dieses Archipels anzuschauen. Nachdem ich nun schon bereut habe nicht auf den Kapverden gewesen zu sein, soll mir das auf den Azoren nicht auch noch passieren.


 

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