Eigentlich wollte ich seit 4 Tagen schon Richtung Bretagne unterwegs sein, aber das berühmte Azorenhoch war gegen mich. Der Wind war zu schwach, als dass ein Festhalten am ursprünglichen Zeitplan sinnvoll gewesen wäre.
Ich ließ mich also ohne große Gegenwehr überreden, am Freitag zusammen mit der "Lollo" die Insel zu wechseln, um nach Flores und Faial auch noch Sao Jorge anzuschauen.
Faial hatte ich am Tag zuvor mit einem Fahrrad erkundet. In Horta gibt es die schöne Einrichtung, dass Touristen kostenlos sogenannte City-Bikes ausleihen können, allerdings mit der Einschränkung, dass es nur im Stadtbereich benutzt werden darf. Als ich mit dem Ding zum Supermarkt fuhr und unterwegs ein Hinweisschild zur "Caldeira" entdeckte, konnte ich jedoch nicht widerstehen und entführte das Bike illegalerweise in Regionen, für die es weder zugelassen noch geeignet ist. Ohne Gangschaltung war es eine ganz schöne Asterei, aber das war eben die Strafe für mein Vergehen.


Es hat sich gelohnt, wenn sich auch immer wieder Wolken vor die Sonne schoben, war der Blick in den Vulkankrater doch recht beeindruckend.

Das Beste aber war der Rückweg. Ohne Anstrengung ging es ungefähr zwanzig Kilometer bergab mit atemberaubenden Panoramaausblicken

Der Tag klang dann im "Café Sport" aus, dabei fiel mir auf, was ich bisher versäumt hatte. Am nächsten Morgen hatte ich Gelegenheit es nachzuholen, nämlich zwischen den Dutzenden oder Hunderten meiner Vorgänger auch Friggas Marke in dieser heiligen Stätte zu hinterlassen.

Nachdem wir uns mittags im "Marina Café" noch das Fußball-Desaster vor dem dortigen Großmonitor angetan hatten, ging es endlich raus auf's Wasser und vier Stunden später waren wir in Velas auf Sao Jorge.

Die "Carina" von Pfiff und Erika war schon ein paar Tage hier, so waren die beiden gut mit Infos über die besten Wanderwege ausgestattet. Blieb die Qual der Wahl, aber das kriegten wir hin und so lernten wir heute eine der vielen Bilderbuchseiten dieser wunderschönen Insel kennen.


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Ab morgen soll der Wind gut sein, ich werde versuchen, in aller Frühe das Weite zu suchen. Also die nächsten zwei Wochen (hoffentlich nicht mehr) mal wieder ohne Bilder.












