Will man Jimmy Cornell Glauben schenken, so ist Horta auf Faial einer der immer währenden Lieblingshäfen aller Langfahrtensegler. Ich war sehr gespannt darauf und bin nicht enttäuscht worden.
After a 48 hour trip through very light wind and calms, mostly with the engine I landed in Horta on monday. So I couldn't watch the football game Germany – Australia in TV, but could listen to a live-report over sw-radio, which was fine too. Horta is a really nice little town, but I was a little sad, because all the folks, I wanted to meet here again had left meanwhile. Except the crew of „Lollo“, a german yacht, I'd met in Sint Maarten before.
The wind is still pretty low, I hope that I get better conditions in the next two or three days, so I can leave for the last big ocean-leg to the English Channel.
Die Fahrt von Flores nach Faial war wieder eine einzige Qual. Wenig bis kein Wind, wenn Wind kam, dann genau von vorn. Ab und zu brach der Optimismus bei mir durch und ich versuchte zu kreuzen. Naja, wenn man sonst keinen Zeitvertreib hat... Um es kurz zu machen, ich habe die Strecke zwischen den beiden Inseln auf diese Weise um 20% verlängert, war für 156 sm 48 Std unterwegs, davon 80% unter Motor. Weisse Bescheid...
Also nix mit Fußball gucken am Sonntag Abend in irgend 'ner Kneipe. Das Spiel habe ich dank der Live-Übertragung auf „Deutsche Welle“ auf See vor meinem KW-Transceiver verfolgen können. War ehrlich gesagt gar nicht schlecht so, eigentlich sogar ein zu meiner Reise passendes schönes Erlebnis.
Endlich, am Montag Vormittag die lang ersehnte Ansteuerung eines der weltweit berühmtesten Seglerziele, s. o.
Diesen Anblick fand ich schon ganz vielversprechend. Wie Traumjäger-Bernd schon in seiner letzten email geschrieben hatte, war der Hafen proppevoll, ich wurde durch eindeutiges Gestikulieren von offiziell wirkenden Leuten vorm Hafenbüro angewiesen, Frigga zunächst als dritte im Päckchen an zwei an der Tankstelle liegenden Yachten festzumachen.
Das passte mir ganz gut, wir waren so ungefähr mit dem letzten Tropfen Diesel hier angekommen. Vorher musste ich nur schnell noch eine Runde durchs Hafenbecken drehen, da ich gesehen hatte, dass „Traumjäger“ sich zum Auslaufen anschickte. Bernd hatte mich auch entdeckt, machte nochmal eine Biege, aber nach einem kurzen Klönschnack von Schiff zu Schiff, bei dem wir feststellten, dass wir beide demnächst Len in Southhampton besuchen wollten, suchte der Katamaran dann endgültig das Weite.
Die Zapfsäule war defekt, es hieß erstmal Einklarieren, dann Warten, und bald wurde klar, dass sich dieses Warten bis auf den nächsten Tag ausdehnen würde. Zeit genug also, einen ersten kleinen Stadtbummel zu unternehmen.


Die Stadt gefiel mir auf Anhieb, dennoch war ich ein bisschen bedrückt, da ich das Gefühl nicht los wurde, zu spät gekommen zu sein. Die „Panta“ schon lange weg, die „Sbirra“ knapp verpasst, jetzt auch der „Traumjäger“, Depri-Stimmung keimte auf. Um so mehr freute ich mich, als ich schließlich im Hafen die „Lollo“ aus Norderney entdeckte, deren Crew ich am Ankerplatz vor Philipsburg auf Sint Maarten kennengelernt hatte. Torsten und Irmi waren also doch noch nicht weitergefahren.
Übrigens kennen die beiden auch Desmond und seine „Morla“ ganz gut, sie hatten ihn zwischen Lanzarote und Tobago mehrmals getroffen. Die Welt der Blauwassersegler ist wirklich klein.
Natürlich stellte sich so nach und nach heraus, dass noch jede Menge Boote im Hafen liegen, die genau wie ich in den nächsten Tagen nach England, Frankreich oder Portugal aufbrechen werden.
Am Dienstag nach dem Tanken bekam ich einen Liegeplatz zugewiesen, man sollt's nicht glauben, direkt neben einer anderen Vega.


Bisher habe ich aber noch keine Menschenseele auf dem Boot gesehen, vermutlich gehört es einem einheimischen Wochenendsegler, nach Langfahrt sieht es jedenfalls nicht aus.
Heute, am Mittwoch ist mein Tag der Legenden. Gerade habe ich mein Gemälde auf der Hafenmauer fertiggestellt, seit Jahrzehnten schon ein Muß für jeden, der über den Ozean hierher gekommen ist

und jetzt geht es ins Peter Café Sport, die vermutlich weltweit berühmteste Location für Segler.













