FRIGGA-live

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Flores

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Diese Insel ist das Beste, was einem passieren kann, wenn man vier Wochen lang nichts als Wasser gesehen hat. Die dem Grün schon fast entwöhnten Augen am Anblick dieser überaus üppigen Vegetation zu laben ist ein durchaus beglückendes Erlebnis.

 

On Wednesday at 8:00 in the evening I finished this long transatlantic-trip and dropped my anchor in the small harbour of Lajes Das Flores. That night I slept pretty long and today I enjoyed this lovely island hitchhiking along the eastcoast to Santa Cruz. Tomorrow on friday I'll spend another day relaxing and sightseeing, befor I'll go on to Fajal to visit Horta, one of the most famous places to land with a sailing boat.

Der Endspurt hatte es wieder in sich gehabt. Aus den vorhergesagten 10-15 kn Wind wurden in der letzten Nacht 30 kn und zwar ziemlich genau aus Nord. So fand ich mich am Mittwoch morgen auf dem Breitengrad wieder, den ich schon 24 Std. zuvor überschritten hatte und musste die letzten fünfzig Meilen hoch am Wind gegenan bolzen.

Der Landfall ließ auf sich warten, die Sicht war miserabel. Erst, als wir nur noch 17 sm entfernt waren, drangen langsam die Konturen der Insel durch den Wolkenschleier über der Kimm. Auf den letzten 10 sm klarte es so halbwegs auf, der westlichste europäische Außenposten präsentierte sich in voller Pracht.

Das letzte Stück Wegs entlang der Küste bis zu dem kleinen Hafen in Lajes war kurzweilig, Frigga musste zum Ankern vorbereitet werden. Ich war gespannt darauf, wen ich am Ankerplatz wiedertreffen würde. In St. Lucia hatte ich Len kennen gelernt. Len war auf der ganzen bisherigen Reise der einzige Segler, der auf dem Ozean mit einem Boot unterwegs ist, das kleiner ist als die Frigga. Seine „Scullywag“ misst ganze 24 Fuß, ist also rund einen Meter kürzer. Da er annähernd die gleiche Route vorhatte wie ich, rechnete ich damit, ihn ab und zu wieder zu treffen, nachdem ich St. Lucia vor ihm verlassen hatte. Auf allen Inseln, die dann auf dem Weg nach Norden folgten hielt ich allerdings vergeblich nach ihm Ausschau. Gerade deswegen war ich aber fast sicher, dass sich unsere Wege auf den Azoren wieder kreuzen würden, und so war ich hocherfreut aber überhaupt nicht überrascht, dass ich meinen Anker zwei Bootslängen entfernt von der kleinen „Scullywag“ versenken konnte.

Len war nicht zuhause, sein Dingi war nicht zu sehen. Dafür kriegte ich Besuch von einer benachbarten französischen Yacht (im Bild rechts hinter Frigga).

Der Skipper der „Filou“ kam mit seinem kleinen Sohn auf ein Schwätzchen vorbei und übergab mir zur Begrüßung eine Tüte mit zwei Brötchen, einem Apfel und einer riesigen Tomate. Das hat mich total begeistert. Kaum hatten die beiden sich verabschiedet, tauchte Len auf und war ebenfalls nicht überrascht mich zu sehen.

Er hatte von Bernd, dem Skipper der „Traumjäger“ erfahren, dass ich bald eintreffen würde. „Traumjäger“ war schon weitergezogen nach Horta, ebenso wie auch die „Sbirra“.

Zuerst gab's Rotwein bei mir im Cockpit, dann Dinner auf der „Scullywag“ und noch mehr Rotwein, jedenfalls schlief ich heute bis halb zehn.

Der heutige Tag war ein Feiertag auf den Azoren, jeder 10. Juni ist Portugal-Tag, d. h. alle Läden hatten geschlossen. Schade eigentlich, denn mit meinem Proviant bin ich so ziemlich am Ende. In Santa Cruz, dem Hauptort dieser Insel sollte es aber angeblich einen Supermarkt geben, der wenigstens nachmittags geöffnet sein sollte. Da ich sowieso mehr von Flores sehen wollte als diesen Hafen, marschierte ich los.

Lajes war schnell erkundet, also hielt ich bald an der Ausfallstraße nach Norden den Daumen raus.

Das klappte gut

trotz meines zur Zeit etwas verwilderten Aussehens

Der Supermarkt hatte tatsächlich geöffnet, ich freue mich schon auf mein Frühstück morgen. Eigentlich wollte ich morgen weiterfahren nach Horta, aber inzwischen denke ich, dass ich vorher noch einen weiteren Tag zur Entspannung gebrauchen kann.

 

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