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Ereignislose Tage

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seit dem Sturmgebrause. Eigentlich hätte ich den Wind über die vier Wochen gerne etwas gleichmäßiger verteilt gehabt, aber man kann sich's halt nicht aussuchen. Since last friday I catched the european summer. The westwind is light between 5 and 15 knots, the water is blue again instead of gray and his majesty The Atlantic presents himself  conciliatory. Sometimes  I have tu use the engine, but mostly for not more than two hours. In generally I sail wing-on-wing with genoa and main with gybe preventer. So I get some beautiful sailing on the last few days of this passage and hopefully reach Flores on Wednesday.

 

Mit der Flautenvorahnung lag ich nicht falsch, zum Glück kam es aber nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Nach vier Stunden motoren regte sich wieder ein Lüftchen, das für 3 kn unter Schmetterlingsbesegelung ausreichte. Die Genua also auf Backbord ausgebaumt, das Groß auf Steuerbord weit aufgefiert und mit Bullentalje gesichert. So ist es im Wesentlichen bis jetzt geblieben, der Wind ist sehr unbeständig, manchmal machen wir fast 6 kn, manchmal nur 2, ab und zu muss ich den Diesel anwerfen. Ich will mich nicht beklagen, zeitweise komme ich so auf den letzten Meilen noch zu schönstem Genußsegeln (habe ich mir auch verdient, finde ich). Die Wellen, die uns sanft von hinten anschieben sind seit Tagen nicht höher als 0,5-1 m, das Wasser ist wieder blau und nicht mehr grau, darüber ein sommerlicher Schönwetterhimmel. Besonders toll fühlt es sich an, wenn man in der gemütlichen Koje liegend dem Gurgeln des am Rumpf entlang strömenden Wassers lauscht und sich klar macht, dass man faulenzenderweise wie im Schlafwagen eines IC seinem Ziel näher kommt. Alles hat natürlich seine zwei Seiten, seit diesem Eintritt in den europäischen Sommer muss ich wieder sehr mit dem Strom haushalten. Auf Vorm-Wind-Kurs bringt der Windgenerator nur etwas, wenn's ordentlich bläst. Den Laptopbetrieb muss ich auf ein Minimum reduzieren, Musikhören und Filme gucken entfällt völlig. Zum Glück habe ich noch ein paar Bücher in der Bordbibliothek, die von Wasserschäden weitgehend verschont geblieben sind und die ich noch nicht gelesen habe. Auch dem Angeln widme ich wieder mehr Zeit, vielleicht komme ich ja doch noch zu einem opulenten Fischmenü, zwei Tage habe ich noch Zeit, wenn es auf diese Weise weitergeht.

 

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