FRIGGA-live

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Die erste Etappe

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...unter Segeln führte uns zunächst nach Neustadt. Ein Katzensprung sozusagen, nur mal eben zwei Stunden Neustädter Bucht.

Dort hatten Kameraden aus der Vega-Klassenvereinigung einen offiziellen Abschied geplant, dem ich mich natürlich nicht entziehen konnte (auch nicht wollte).

Erst nachmittags war ich nach zweistündiger Regenfahrt auf der Trave in Travemünde angekommen, nachdem ich im Stettiner Yachtclub an der Teerhofinsel eine Pause zwischen den Regenschauern dazu genutzt hatte, den Mast zu stellen. Bevor ich noch dazu kam das Rigg zu trimmen und die Segel anzuschlagen, fing es schon wieder heftig an zu pladdern. Also entschloss ich mich kurzerhand, diese Arbeiten in Travemünde zu erledigen, im Regen wollte ich lieber fahren, als an Deck zu arbeiten. Ich war ja schon froh, dass Dank der Unterstützung von Gerd und Thomas aus der Klassenvereinigung die letzten Vorbereitungen, wie Montage einer 3-Farben-Laterne und eines Windex am Masttop sowie letzte Besorgungen so reibungslos geklappt hatten. Vielen Dank nochmal an die beiden.

Auf der Trave konnte man dann kaum zwei Bootslängen weit gucken, aber für zwei Stunden kann man das aushalten.

Trave im Regen

Dann musste alles einigermaßen schnell gehen, wollten doch Thomas und Thomas mit zwei Vegas eben noch besagten Katzensprung hinter sich bringen. Hat im Prinzip auch geklappt, ca. 21:00 waren wir im gemütlichen Rundhafen von Neustadt, wo schon die "Kenternix" mit Elke und Dieter an Bord auf uns wartete. Als dann alle Vegas verzurrt waren, wurde es ein netter Abend mit Grog (!) auf der Kenternix. Tja, der Sommer war irgendwie gerade nicht da.

Meine Vorbereitungen für das erste richtige Segelstück am nächsten Tag zogen sich in die Länge, irgendwie war ich noch gar nicht so weit. Beim Abschiedsfrühstück mit Annika, Caroline und Thomas auf der "Old Dream" schaute tatsächlich die örtliche Presse vorbei. Alle Frühstücksbeteiligten wurden abgelichtet, Fragen wurden beantwortet, dann packten Thomas und Dieter mit zu, damit ich endlich auf die Reise kam. Kenternix und Old Dream hatten sich übrigens zur Feier des Tages richtig in Schale geworfen.

ueber die Toppen geflaggt

Endlich war das Nötigste getan, der Wind stand günstig, kurz nach halb drei am Nachmittag verließen zwei Vegas den Rundhafen. Thomas und Dieter auf der Old Dream brachten mich noch ein Stück.

Geleit durch die Old Dream

Das waren wirklich gemischte Gefühle, so war ich teils wehmütig, teils froh, als die beiden abdrehten und ich mit Frigga allein war auf großer Fahrt.

Frigga auf grosser Fahrt Der Wind war wirklich perfekt, stundenlang zeigte das GPS zwischen 6,2 und 6,8 kn Fahrt über Grund. So konnte es natürlich nicht bleiben und tatsächlich, als wir bei Dahmeshöved um die Ecke bogen, also den Kurs auf ziemlich genau Nord änderten, war's wie abgeschnitten. Schade, so würde ich Lemkenhafen, mein Ziel auf Fehmarn nicht mehr bei Tageslicht erreichen. Dachte ich. Aber, das Glück ist mit die... auf halber Strecke zwischen "Schwarzer Grund" (Dahmeshöved) und Fehmarnsund fing es wieder an zu blasen, noch dazu aus der idealen Richtung für meine Windfahnensteuerung. So schaukelte mich Frigga fast ohne mein Dazutun mit etwa 5,7 kn im Schnitt bis unter die Fehmarnsundbrücke. Den Rest bis Orth löste ich den Windpiloten wieder ab. Lemkenhafen verschob ich auf Sonntag, da das Tageslicht schon rapide schwand und ich lieber in einen bekannten Hafen einlaufen wollte. 

Montag wird nochmal ein Hafentag mit viel Arbeit an Bord, wenn dann am Dienstag das Wetter mitspielt, werden wir Kiel anlaufen, um demnächst den NOK zu passieren. 

 

 

 

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