FRIGGA-live

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Barbados

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Damit ich's nicht vergesse, habe ich am Ende nochmal eine Zusammenfassung dessen mitgekriegt, was der Atlantik so zu bieten hat. Starkwind, Sturmböen, hohe Wellen, Brecher, Kreuzseen, das volle Programm. The last night at sea and the day befor my arrival I got an arrangement of all adverse conditions I had on the whole trip. Gale, squalls, rough sea, breaking seas and so on. I arrived in Deepwater Harbour in Bridgetown, Barbados in the afternoon of Saturday 30th after 32 days. After the clearance I spent the night in that harbour and anchored today at Carlisle Bay. It's still strong breeze to near gale and to lie to an anchor is pretty uncomfortably. But the sun shines very hot and the beach is 200m in front of my bow.

Ab etwa Mitternacht konnte ich die Pinne bis Barbados Südküste am nächsten Nachmittag nicht aus der Hand geben. Dann in Deepwater Harbour rein und am Kai festgemacht wie die großen Kreuzfahrtschiffe, da es keine andere Möglichkeit gibt. Die bessere Lösung ist, in der Carlisle Bay zu ankern und mit dem Dingi zum Einklarieren zu fahren. So man denn einen Außenborder hat... Das Ergebnis meines Aufenthalts am falschen Ort ist ein Satz aufgeriebener Fender und eine verbogene Relingstütze. Es blies nämlich auch im Hafen noch mit 6-7 und der Schwell war entsprechend. Wenn ich nun eh schon den Schaden habe, soll es sich wenigstens lohnen, dachte ich mir und verbrachte noch die Nacht in diesem Hafen, um dort zu duschen und heute morgen in aller Ruhe mein Ankergeschirr klarzumachen.
Die Ankerbucht ist ziemlich voll, nicht leicht einen Platz zu finden, zumal mein Echolot aus unerfindlichen Gründen nicht funktionierte und ich die Wassertiefe nur grob nach Karte abschätzen konnte. Zudem bläst es immernoch wie Hulle und Schwell, natürlich quer zum Wind, ist auch nicht zu knapp. Beim dritten Anlauf hat es schließlich geklappt, nicht ohne dass ich mir zwischendurch beim Umherstreifen mit etwa 2m tief hängendem Anker noch eine Mooringleine der zahlreichen privaten Mooringbojen einfangen und in die Schraube ziehen musste. Ein kurzer Tauchgang und, da ich zum Glück gründlich nachgedacht hatte, war das Problem schnell behoben. Damit meine ich, dass mir noch rechtzeitig eingefallen ist, die Frigga an der Mooringboje festzumachen, bevor ich die Schraube befreite. Zwar hatte ich mich angeleint, aber in Ermanglung einer Badeleiter ist das Anbordkommen nicht so einfach, gerade wenn man nach dem Arbeiten unter Wasser etwas aus der Puste ist. Wenn dann Frigga auf Drift geht und mich hinterherzieht... nicht so gut, glaube ich. An Günter, der die Leiter restauriert hat: die tolle Badeleiter liegt in der Backskiste, da sie nach Anbau des Windpiloten nicht mehr an die alte Stelle passt und ich noch keine Idee dazu hatte.
Der Ankerplatz ist sehr unruhig, so richtig froh bin ich mit alldem nicht. Aber, wir liegen 200m vom Strand entfernt, die Sonne brezelt was das Zeug hält, ich geb's zu, es könnte schlimmer sein. Leider gibt's keinen Hotspot, Berichte mit Fotos und Skypen muss ich deshalb noch etwas aufschieben.
Irgendwie bin ich platt, Euphorie will sich nicht so recht einstellen. Naja, erstmal ein paar Tage ausspannen...
 

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