Today and yesterday I had pretty hard weather conditions. It started with a squall yesterday morning at 4:00am and at the end of the rainperiod the wind didn't decrease. High waves from NE and gusts didn't allow me to let the windpilot steer for the whole night and many hours at daytime. I'm pretty tired but the short distance to my destination keeps me optimistic.
Angefangen hatte es gestern früh. Irgendwie mischte sich so eine undeutliche Ahnung, dass sich draußen irgendetwas verändert hat in meinen Traum, ließ mich endlich um 4:00 hochschrecken. Prasselnden Regen, heulenden Wind und das Rauschen einer für Frigga abnormalen Geschwindigkeit realisierte ich schlagartig. Das GPS zeigte 7,7kn an, die Genua stand in voller Größe. Ich raus (kleine Reminiszenz an die Springerei, bei den Fallschirmspringern ist "ich raus..." eine Art Standardbeginn bei Biertischanekdoten), ohne mir die Zeit zu nehmen, mich anzuziehen (Squalls sind ja angeblich nach einer halben Stunde wieder vorbei), die Genua auf Handtuchgröße gerefft, dann handgesteuert mit nur noch 5kn die Wellen abgeritten. Der Spaß dauerte bis elf, dann konnte ich es wagen, an den Windpiloten abzugeben. Keine Ahnung, wieviel Wind das war, die Wellenberge waren 4-5m hoch, mit abwehender Gischt und Schaumstreifen auf den Hängen. Bewölkung 8/8, gegen Mittag lockerte es etwas auf, der Regen verschwand, ein paar Flecken Optimismus schürendes Blau waren zu sehen. So blieb es den ganzen Tag, die nächste Nacht und auch heute. In der Nacht musste ich das Steuer wieder übernehmen, mit Sonnenuntergang hatten die Böen wieder zugenommen. Heute wurde es etwas ruhiger, etwa Windstärke 6, in Böen 7.
Dummerweise sind wir schon etwas zu weit im Süden, genau auf Höhe der Südspitze Barbados, jedoch noch 200sm entfernt. Seit 2000sm kamen die Wellen aus NO, habe es nicht geschafft, den Winkel nach WSW spitz genug zu halten. Deshalb jetzt die blöde Situation, dass wir die Wellen quer nehmen müssen. So ist es eben, wenn man zwischendurch auch mal was anderes macht, als den Kurs zu kontrollieren, wie z. B. Schlafen, Essen, Lesen, Schreiben usw.
Ich wollte mich nicht unterkriegen lassen, habe einen zweiten Becher Tee gekocht. Diesmal in der Spüle zusätzlich verkeilt mit Spülschwamm usw. Gleiche Situation wie vorher, plötzlich höre ich von hinten (also von Steuerbord, ich sitze ja auf der Koje) das Geräusch eines heranrasenden Güterzuges, wir werden auf die Seite geworfen, schäumendes Gurgeln unter und neben uns, auf der Leeseite taucht der Großbaum ins Wasser, Frigga richtet sich schlagartig wieder auf, draußen findet ein letzter Rest der Welle durch die Lenzrohre den Weg aus der Plicht und der Teebecher ist nur noch halbvoll. Immerhin.
Gut wäre ja, wenn wir auf Grund des Steams gut vorankämen. Dem ist allerdings nicht so, der Windpilot fährt einen irren Zickzackkurs, bei den Böen, abwechselnd mit Windschatten im Wellental kann er nicht anders. Ich versuche nicht, es besser zu machen, bin etwas erschöpft. Aber den Endspurt kriegen wir schon noch hin.
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