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Böen in der Nacht

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eine nach der anderen, mal mit mal ohne Regen, und plötzlich fliegt ganz von selbst das Reff aus der Genua. Unangenehme Geschichte, vor allem morgens um halb fünf.

 

Last night the weather kept me on the go the whole time. Gusts and squalls every few minutes. At 4:30 am the genoa shook out its reef by itself. I casted off the sheet, let the genoa fly and robbed to the bow to see, what was on. The drum of the roller-furling foresail was not fixed on the forestay anymore, all the 4 screws for that got lost. So it was half an hour work on the jumping deck at the bow, but after that it worked like new.

Die Reffleine der Rollreffanlage ließ sich ohne Widerstand nach hinten ziehen, ohne dass sich am Vorsegel irgendetwas tat. Die Schot hatte ich natürlich als erstes schon losgeworfen. Mit meiner Stirnlampe bewaffnet begab ich mich also auf das tanzende Vorschiff, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Trommel, die die Reffleine beim Ausrollen des Segels automatisch aufrollt ließ sich leicht drehen, nur das Stag, um das bei Zug an der Reffleine die Genua gewickelt wird machte keine Anstalten, sich mit zu bewegen. Die Trommel ist normalerweise mit vier kräftigen Schrauben fest mit dem Stag verbunden, um eine sich drehende Einheit herzustellen. Alle vier Schrauben hatten sich verabschiedet ohne dass ich es gemerkt hatte. Unglaublich aber wahr. Zum Glück hatte ich passenden Ersatz und kriegte das wieder hingefummelt. Das geht also so, dass man auf dem bockenden Vorschiff knieend sich mit den Ellenbogen am Bugkorb abstützend, mal mit dem Knie gegen eine Klampe mal mit dem Schienbein an die Ankerwinde krachend mit der einen Hand das Stück Rohr, das die Achse der Trommel bildet so lange dreht und auf und ab schiebt, bis die seitlichen Bohrungen passgenau über den Bohrlöchern im Stag sitzen und dann schnell mit der anderen Hand die erste Schraube reindreht. Zu dumm, das Paar Bohrungen auf der linken Seite sitzt nicht auf der gleichen Höhe wie das gegenüber. Rechts erste Schraube drin, links kein Gewinde unter dem Loch zu sehen. Schraube nochmal raus, das Teil 180° gedreht, neuer Anlauf, erste Schraube sitzt, die anderen folgen dann schnell. Geistesblitz: Wenn die Genua sich in voller Größe da draußen im Winde vergnügt muss doch die Reffleine komplett aufgewickelt sein. Ist aber nur die Hälfte, war ja gerefft vorher und hinten im Cockpit ist sie noch auf der Klemme belegt... Naja, irgendwann hatte ich es dann, war auch gar nicht so schlimm, der Regen war ja warm, die Luft hatte so um die 28°.
Der Rest des Tages verlief dann normal mit der üblichen Kombination aus Jonglieren und Hausarbeit, rumgammeln, Windpilot nachstellen, wieder zurückstellen... usw. Ich freue mich schon auf's nächste Wochenende.

 

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