Erstens kommt es anders… usw. jeder kennt das. Beim Segeln passt dieser Spruch besonders gut. Ich kann mir zwar alles Mögliche wünschen, aber selbst zu Weihnachten kann ich mit der Erfüllung der Wünsche nicht unbedingt rechnen.
Actually I wanted to spend Christmas far out, without sight to the shore. But the weather in these days is very crazy. No way to go South, direction to the
Vielleicht war ich zu unbescheiden, als ich verkündet hatte, dass ich Weihnachten auf jeden Fall ohne Landsicht verbringen will. Jetzt muss ich froh sein, wenn es Silvester klappt. Das Wetter über dem Atlantik spielt zur Zeit völlig verrückt, oder sagen wir, ist für diese Region und Jahreszeit äußerst ungewöhnlich. Wer sich das genauer anschauen möchte, kann es z. B. hier www.passageweather.com gut nachvollziehen (einfach in das mittlere Rechteck für Nordatlantik klicken, dann wieder in das mittlere für Mediterranean to Caribbean). Um die Passatzone zu erreichen, muss man von hier aus zunächst mehr oder weniger steil nach Süden bis Südwesten halten. Sozusagen westlich an den Kapverden entlang schrammen, oder diese vielleicht auch ansteuern, wenn man schon mal in der Gegend ist. Schon Kolumbus hatte gemerkt, dass diese Inselgruppe der ideale Startpunkt für eine Segelreise quer über den Atlantik ist.
Jetzt könnte man meinen, wenn der Wind wochenlang aus Süden weht, sei es sinnvoller, dann eben gleich mehr West als Süd zu machen. Der Blick auf das großräumige Wettergeschehen, das uns derzeit zu schaffen macht belehrt uns sofort eines Besseren. Ich würde direkt in die Tiefausläufer hineinfahren, die von Norden aus mit ihren Rundumschlägen fast bis zum 20. Breitengrad hinunterlangen. Irgendwann zwischen den Jahren kann man in den Prognosen einen Silberstreif am Horizont ausmachen. Ich habe die Hoffnung, dass ich kurz nach Weihnachten aufbrechen kann, auf einen Tag festlegen kann ich mich im Moment noch nicht. Also heißt es, das Beste aus der Wartezeit zu machen, vielleicht mal einen faulen Tag am Strand mit Baden und Sonnen genießen oder einen Ausflug in die Berge unternehmen, es ist ja nicht so, dass es eine Qual wäre hier auszuharren.
Ich wünsche allen meinen virtuellen Reisebegleitern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und bedanke mich für die rege Anteilnahme und die guten Wünsche. Zum Jahreswechsel hoffe ich dann auf eine gelungene Premiere meiner Berichterstattung von hoher See aus über Kurzwelle.
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