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Es weihnachtet sehr

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Schon wieder zwei Wochen rum, seitdem ich das letzte Mal meine Segel gesehen habe. Allmählich werde ich kribbelig, Weihnachten will ich unbedingt auf See verbringen und nicht in einem Hafen herumhängen.

Unglaublich, wie schnell hier die Zeit verflogen ist. Immer war irgendetwas zu besorgen oder Besuche bei oder von neuen und alten Bekannten und der Schnack beim Bier, Wein oder Kaffee boten willkommene Ablenkung von den Pflichten. Sightseeing fand im Vorbeifahren statt, auf dem Weg zur Post, auf der Suche nach einem Friseur, nach einer Füllstation für Druckerpatronen usw.

Meanwhile I spent two weeks here in Las Palmas. The preparation of my boat is almost finished, the most importened was the configuration of my sw-radio/pactor-equipement.

Einiges ist schon geschafft, z. B. ganz wichtig die erfolgreiche Aktivierung meiner KW-Funk/Pactor-Anlage für emails auf hoher See via "Sailmail". Anderes habe ich (immer aus guten Gründen) aufgeschoben, wie das Abdichten des Kettenkastens, die Holzschutzmaßnahmen vor allem an der Pinne und den Handläufen, den Einbau eines Wasserfilters etc. Manches Unvorhergesehene bremste mich aus, so ist mir am vorigen Freitag beim Radfahren plötzlich eine Speiche im Hinterrad weggeknackt, was eine 8 zur Folge hatte, mit der ich nicht mehr weiterfahren konnte. Schiebenderweise musste ich nun eine Fahrradwerkstatt ausfindig machen, die mir kurzfristig aus der Patsche helfen würde. Da kamen einige Kilometer auf Schusters Rappen zusammen. Als ich schließlich den richtigen Laden gefunden hatte, stellte sich zunächst heraus, dass meine Speichen offenbar ein völlig exotisches Maß aufweisen und im Übrigen die Mechaniker in Arbeit erstickten und ich keine Chance hätte, noch in diesem Jahrzehnt bedient zu werden. Nachdem ich alle meine Überredungskünste aufgebracht hatte, ging es plötzlich doch. Es stellte sich heraus, dass nicht eine, sondern acht Speichen gebrochen waren. Acht neue Speichen wurden also einzeln auf die richtige Länge gestutzt und auf jedes Ende ein neues Gewinde geschnitten und mit den in die Felge eingelassenen Nippeln verschraubt. Glück gehabt, aber der Tag war mit dieser Aktion ausgefüllt. Ein anderes Beispiel ist die Suche nach dem richtigen Ölfilter für meinen Dreizylinder Perkins. Einen Tag lang habe ich heute die ganze Stadt durchforstet, bis ich in einer Autowerkstatt in einem Industriegebiet fündig geworden bin. Immer hatte ich irgendwo einen Tip bekommen, der sich an der fraglichen Adresse dann als untauglich entpuppte, dort aber den nächsten Tip ... usw. Ich hätte völlig vergessen, dass es für einen Touristen an diesem Ort durchaus angenehmere Zeitvertreibe gibt, wenn nicht vor einer Woche auch die Molimentum mit Sonja und David hier eingelaufen wäre. Unsere gemeinsamen Wanderungen auf Madeira noch in frischer Erinnerung kamen wir schnell überein, gemeinsam die Lanschaft jenseits dieser lärmenden Großstadt zu erkunden. Per Bus ging es an der Küste entlang nach Süden.

A week ago I spent a day with Sonja and David, the crew of the Molimentum, visiting the south of Gran Canaria.

Unterwegs mussten wir feststellen, dass es mit dem öffentlichen Bussystem nicht möglich ist, an einem Tag das Landesinnere zu durchqueren. Jedenfalls nicht spontan. Also beschränkten wir uns auf die Küstenregion, speziell Maspalomas und Puerto de Mogán.

Letzteres wurde uns als Klein Venedig angepriesen. Naja, mit ein bisschen Wohlwollen kann man es durchgehen lassen.

Was uns hauptsächlich fasziniert hat, war die atemberaubende Nonchalance, mit der dort Yachten an Land gestellt werden. Unbegreiflich, wie man damit als Eigner ruhig schlafen kann. Das Foto zeigt keinen Einzelfall, so sahen alle Abstützungen aus. Die Stütze unter dem Bug kann doch irgendwie nicht ernst gemeint sein? Ein anderer vertraut da lieber auf die Stabilität seines Bugkorbs ...

In Puerto de Mogán we could hardly believe, how some people take care of their boats, to get them save at the hard standing.

Wie auch immer, es hat uns ganz gut gefallen in "Klein Venedig". Nach einem stimmungsvollen Sonnenuntergang zum frisch gezapften gab es noch Live-Jazz und Tanz im Freien,

bevor wir uns in das Abenteuer einer nächtlichen Busfahrt über die gewundene Küstenstraße stürzten.

Las Palmas begrüßte uns weihnachtlich dekoriert,

tatsächlich ist es trotz des sommerlichen Badewetters nicht mehr zu übersehen, das Christkind steht vor der Tür. Im Parque San Telmo hat es gerade das Licht der Welt erblickt, während sich ein paar Meter weiter die Gäste eines Biergartens vom vorweihnachtlichen Einkaufsstress erholen.

Am Strand kann man sich quasi unter'm Weihnachtsbaum in der Sonne aalen,

auch hier ist das Krippenszenario samt den Heiligen drei Königen gegenwärtig, diesmal als recht kunstvolle Sandskulptur.

So richtig kann mich das alles nicht begeistern, ich möchte das alles so schnell wie möglich hinter mir lassen. Leider steht dem noch bis zum Ende der Woche das Wetter entgegen. Wind genau von vorn, teilweise mit 5 - 6. Dann aber... dann heißt es Leinen los für schätzungsweise die nächsten vier Wochen.

In these days the wind comes from southwest. Hopefully it will change till the end of the week, so I can start to the South, trying to reach the Passat, which will bring me to Barbados.

 

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