Viel gibt es zur Zeit nicht zu berichten, nur, dass ich mich entschieden habe, die Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung hier zu treffen und evtl. auf Teneriffa zu verzichten.
After I had compared the conditions for staying in this harbour with the informations I've got from Ruben about Santa Cruz de Tenerife, I decided to use this place to preparate my boat and me for crossing the Atlantic Ocean.
Von Ruben hatte ich erfahren, dass ein Liegeplatz in Santa Cruz auf Teneriffa das viereinhalbfache von dem kostet, was ich hier bezahle. Außerdem gibt es wohl auch kein WLAN-Netz im Hafen, so dass z. B. skypen von Bord aus mit den Lieben zuhause ausfiele. Natürlich kann man in irgendein Café mit Hotspot gehen, oder in die Touristeninformation. Ich persönlich finde es aber nicht so toll, wenn beim Telefonieren die Tischnachbarn mithören können, mal abgesehen von dem Umgebungslärm. Mag sich alles nicht so wichtig anhören, aber ich muss zugeben, dass mich die Vorstellung, demnächst etwa 4 Wochen lang allein in weiter Abgeschiedenheit auf dem Atlantik zu verbringen nicht kalt lässt. Im Übrigen ist Heimweh auch für mich kein Fremdwort. In dieser Stimmungslage finde ich es ganz schön, wenn ich über Skype meinen Freundes- und Familienkreis virtuell um mich haben kann. Seitdem ich die Frigga auf ihren jetzigen Liegeplatz verholt habe, bin ich keine 100m weit von der „Sailor Bar“ entfernt (helle Markise hinter der blauen Flagge), deren WLAN-Netz ich nutze.
Mit einem selbstgebastelten Parabolreflektor (Bauanleitung aus dem Internet) kann ich ein ganz brauchbares Signal auffangen.
One advantage among other things is the availability of an Internet Acess via the WLAN of the "sailor bar" nearby. In Santa Cruz is none, as I'm told.

Auch sonst ist der Liegeplatz hier optimal. Im Gegensatz zu dem Hafenmeister (wenn es überhaupt einer war), den ich bei meiner Ankunft letzten Sonntag angetroffen hatte, war die Crew an den Werktagen sehr freundlich und hilfsbereit. Man hat sich wirklich alle Mühe gegeben, für mich einen Platz zu finden, der mit einem breiten seitlichen Steg gute Bedingungen für alle möglichen Arbeiten bietet. Der Liegeplatz also ein echtes Schnäppchen, wenngleich ich dafür die miserablen sanitären Anlagen in Kauf nehmen muss. Ohne mich beschweren zu wollen finde ich einfach diesen krassen Gegensatz erwähnenswert: da liegt auf der anderen Seite des Hafens u. a. die „Saudade“ neben der „Ganesha“, zwei Megayachten, deren Wert jeweils in zweistelligen Millionenbeträgen zu beziffern ist, 50m daneben findet man Toiletten für die Yachties, in denen Türen demoliert und WC-Brillen abgerissen sind und deren hygienischer Zustand einen das Weite und nach dem nächsten Baum suchen lässt. Natürlich haben diese Yachten jeweils mehrere Badezimmer an Bord, mit deren Ausstattungsstandard sich bestenfalls die hiesigen 4 – 5 Sterne Hotels messen können. Insofern muss man vielleicht gar keine Beziehung zwischen diesen Liegeplätzen und den Anlagen an Land herstellen. Trotzdem, irgendwie schräg…
| < Zurück | Weiter > |
|---|












