Da ich meinen letzten Bericht irrtümlicherweise mit Dominica betitelt habe (ich war wohl etwas zerstreut), obwohl es darin um Martinique ging, musste ich mir für diesen hier etwas neues einfallen lassen. Ich habe es einfach nochmal in der Sprache der karibischen Ureinwohner ausgedrückt.
The titel of this report means Dominica in the language of the original inhabitants. Dominica is namend as the "the nature island" because of its opulent flora and fauna.
Dominica gilt als die grünste Insel der Kleinen Antillen, als „Naturinsel“, die ihre Schönheit nicht mit palmengesäumten Traumstränden zur Schau stellt, deren Reize im Landesinnern entdeckt werden wollen. Malerische Ankerbuchten sucht man vergebens, was den Wanderfreund und Liebhaber üppiger Vegetation jedoch nicht abschrecken sollte. Der Kontrast zum europäischen Martinique ist groß und gleichermaßen reizvoll. Roseau, die Hauptstadt hat zwar ihren eigenen Charakter, ließ aber sofort wieder das Karibikfeeling aufkommen, das ich von den Inseln südlich Martiniques in Erinnerung hatte.
Roseau, the capital city was compared to Fort de France on Martinique much more caribbean style again.
Die „Einfallstraße“ the radial highway
Die City
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Die örtliche Bibliothek hat mich total begeistert. Wer würde hier nicht gerne Stunden auf der schattigen Veranda mit Schmökern, Relaxen und dem Betrachten des Meeres verbringen
I liked very much the local library. With its shady porch it offers a luxury place to browse in a book, relax and enjoy the ocean view.
Ein großes Problem auf dieser Insel für Reisende mit schmalem Budget ist die Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten. Ein Bussystem ist zwar vorhanden, aber wirklich schwer zu durchschauen. Fast alles geht nur über organisierte Touren oder mit Taxis. Wem das zu teuer ist, der braucht eine gute Kondition, gutes Schuhwerk und viel Zeit. Mindestens mit ersterem bin ich ausgestattet, meine Zeit ist nicht unbegrenzt, ich musste also selektieren und entschied mich für den Besuch der „Trafalger Falls“.
I visited the "Trafalger Falls" and took a refreshing bath under the right one

Der Ausflug hat sich gelohnt, das Bad unter dem unteren der beiden Fälle war ein Genuss, die Landschaft überwältigend. Am nächsten Tag (Gründonnerstag) wollte ich den „Freshwater Lake“ besichtigen, von dort aus sollte man einen fantastischen Ausblick über Karibik und Atlantik genießen können. Für so etwas bin ich ja immer zu haben. Allerdings war diese Tour zu Fuß nicht zu schaffen. Nach Befragung etlicher Einheimischer hatte ich aus den Antworten Abfahrtsort und –zeit eines Busses herausdestilliert, der mich in die Nähe der spektakulären Location bringen sollte. 9:30 lautete die übereinstimmende Aussage, 9:05 am nächsten Morgen fand ich mich an der richtigen Stelle ein. 9:40 kam ein Bus, der Fahrer eröffnete mir jedoch, dass „Freshwater Lake“ nicht sein Ziel sei, der Bus dorthin um 9:00 abgefahren sei. Der nächste Bus in diese Richtung führe erst am Nachmittag.
Leicht verärgert machte ich mich auf den Rückweg zum Boot, ging Anker auf und segelte den Rest des Tages an der Küste entlang von Roseau nach Portsmouth. Letztlich erwies sich diese Wendung als vorteilhaft, in der Ankerbucht vor Portsmouth traf ich erneut auf die „Pantagruel“, am nächsten Tag, nach meinem ursprünglichen Plan hätte ich sie verpasst, da sie dann weiterzog nach Guadeloupe. So schloss ich mich der Crew beim Besuch des 100m von meinem Ankerplatz entfernten Restaurants (Bildmitte) an, und wir verbrachten auf dessen Terrasse bei leckerem kreolischen Essen einen schönen Abend zusammen.
The next day I sailed along the west coast from Roseau to Portsmouth, where I met the german yawl "Pantagruel" again. With the crew I spent a nice evening in the restaurant which You can see in the middle of the picture.
Am Karfreitag, wieder allein, verbrachte ich den Tag damit, teils zu Fuß, teils per Anhalter die Insel bis zur Ostküste zu durchqueren, einen Blick auf den Atlantik zu werfen und in gleicher Weise nach Portsmouth zurückzukehren. Im Nachhinein finde ich, dass dies die beste Möglichkeit ist, die Insel zu erkunden, man kommt mit Einheimischen ins Gespräch (Touristen halten nicht an) und lernt Orte kennen, die man mit Bus, Taxi oder Mietwagen passieren würde.
On Good Friday I walked and hitchhiked to the east coast of the island and got known on that way to some beautiful spots in the rainforest.
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Blick auf die Atlantikküste

Portsmouth ist nicht wesentlich kleiner als Roseau, weist jedoch nicht dessen städtischen Charakter auf. An Markttagen kann man sich hier gut mit Früchten und Gemüse versorgen, alles andere ist eher in der Hauptstadt erhältlich.
Some views of Portsmouth

Typischer Supermarkt
Einen Eismatscher habe ich bisher allerdings nur hier gesehen. Die Qualität war nicht umwerfend aber ok.
In der Bucht vor Portsmouth sind diverse Zeugen vergangener Hurrikane zu bestaunen. Dominica liegt mitten in der Hauptzugbahn, d. h. wenn es in der Karibik einen Hurrikan gibt, kriegt Dominica mit höchster Wahrscheinlichkeit etwas davon ab.
Meinen letzten Tag auf Dominica verbrachte ich zur einen Hälfte in einem Internetcafé, zur anderen Hälfte auf dem „Indian River“. Für mich allein wäre die geführte Tour nicht möglich gewesen, da es sich für den Guide rentieren muss und somit für mich zu teuer gekommen wäre. Zum Glück konnte ich mich einem finnischen Weltumseglerehepaar anschließen und kam so in den Genuss der sehr detaillierten Ausführungen von Alexis, der offenbar sehr gerne und stolz die Vorzüge seiner Heimatinsel anpries.
A guided tour on the "Indian River"
Vor einigen Jahren konnte man diesen Fluß auf eigene Faust mit dem Dingi sogar mit Außenborder erkunden, das ist schon eine geraume Weile vorbei. Um die Natur zu schützen sind nur noch geführte Touren und auch diese nur ohne Motor erlaubt. Überhaupt hat man hier offensichtlich begriffen, welchen Wert die Natur für ihre Bewohner hat. Der Regenwald bleibt weitestgehend unangetastet und fällt nicht wie auf den meisten anderen Inseln z. B. irgendwelchen Luxusresorts für betuchte Touristen zum Opfer.
Ostersonntag fiel diesmal das Eiersuchen aus, stattdessen lichtete ich den Anker und setzte uns in Richtung Marie Galante in Bewegung. Leider musste ich die ganze Strecke motoren. Die Windrichtung hätte zwar gerade so einen Amwind-Kurs zugelassen, um die nordöstlich von Dominica, zu Guadeloupe gehörende Insel auf direktem Wege zu erreichen, jedoch blies es mit maximal Stärke 2, da war nichts zu machen, wenn ich vor Dunkelheit ankommen wollte. Um 17:00 lag die Frigga am Steg des kleinen Fischereihafens in Grand-Bourg fest, ich bin wieder in Europa.
On Easter Sunday I moved to the next Island in the north, "Marie Gelante" which belongs to the archipelago of Guadeloupe. So I am in the EU again.

Inzwischen aber auch nicht mehr auf Marie Galante sondern auf der Hauptinsel Guadeloupe, mitten im Herzen des Schmetterlings. Es gab einfach keinen Hotspot in dieser Abgeschiedenheit, so dass ich mit meiner Berichterstattung ein wenig hinterher hinke. Auf Guadeloupe werde ich etwa eine Woche bleiben, da ich erst zwischen dem 14. und 20. April zur Antigua Classic Week beim nördlichen Nachbarn sein möchte. Zeit genug also mit dem Schreiben wieder aufzuholen.












