Meine knapp drei Tage in Fort de France, der Hauptstadt Martiniques waren so etwas wie ein Kurzurlaub in Europa. Die Stadt bietet ein für die Karibik untypisches Bild, Straßen und Plätze wirken aufgeräumt, die Fassaden der Gebäude erinnern an Südfrankreich.
In Fort de France I spent three days and enjoyed the european lifestyle.

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Frigga lag im Zentrum der Stadt auf einem für Einhandpaddler optimalen Ankerplatz.

Die wenigen Meter, die ich zu paddeln hatte, um an Land zu kommen versetzten mich in die angenehme Lage, fast wie in einer Marina, spontane Landausflüge ohne gewissenhafte Planung zu unternehmen. Mal eben ein kaltes Bier vom Kiosk holen, kein Problem.
Von meinem Sohn Tim war ich aufgefordert worden, caribbeanstyle mit Dreadlocks und Bart nach Hause zu kommen. Ein paar Tage lang hatte ich erwogen, mir diesen Spaß mal zu gönnen, aber tropische Hitze, lange Haare und Bart passen für mein Empfinden nicht gut zusammen. Nach dem spontanen Besuch bei einem Friseur und Barbier fühlte ich mich deutlich wohler.
Wie ich danach aussah gebe ich hier allerdings nicht preis.
So lebendig und quirlig die Stadt tagsüber ist, so tot ist sie nach Einbruch der Dunkelheit. Etwa um sieben Uhr abends werden die Bürgersteige hochgeklappt, heruntergelassene Rollläden an den Fassaden der Geschäftshäuser bestimmen das Straßenbild. Schade eigentlich und für mich unverständlich. Wo bleibt da die karibische Lebensfreude?
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Bevor es weiterging, hatte ich noch eine kleine Arbeit zu erledigen. Die kaputte Pinne war im Handumdrehen ausgewechselt. Irgendwann werde ich sie wieder zusammenleimen, sie gefiel mir besser als das Ersatzteil.
Natürlich bin ich erstmal froh, dass ich diese Option hatte und erleichtert, dass auch mein Steuermann nichts dagegen hatte.
Letzter Stopp auf Martinique und Auklarierungshafen war Saint Pierre. Von dort aus wollte ich den „Montagne Pelee“, den mit 1395m höchsten Berg Martiniques erklimmen, die eindrucksvolle Kulisse unseres Ankerplatzes.
Last stopover in Martinique was Saint Pierre, where I wanted to climb the „Montagne Pelee“, with 1395m the highest peak on this island.


Dafür reichte der halbe Sonntag, den ich nach meiner Ankunft noch vor mir hatte nicht mehr aus, für einen Rundgang durch das kleine Städtchen aber allemal.
But before I used the Sunday afternoon after my arrival to take a walk through this nice little town.
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Als ich am Stand eines Fischers den erbeuteten Blue Marlin bewunderte, kriegte ich einen der kleineren Fische geschenkt.

Das linke Exemplar in der Reihe erfuhr eine halbe Stunde später folgende Veränderung (die Hand im Bild gehört trotzdem nicht zu mir)
Tags darauf startete ich früh, um die noch halbwegs kühlen Morgenstunden für den Anmarsch zum Vulkan und evtl. noch für einen Teil des Aufstiegs zu nutzen. Blanke Theorie, spätestens ab neun schlägt die Sonne erbarmungslos zu.

Nach dreistündiger Wanderung u. a. durch die Zuckerrohrplantagen der Rumdestillerie „Depaz“ erreichte ich etwa um zehn Uhr auf 800m Höhe den eigentlichen Einstieg in die Bergregion, mit einem Parkplatz und Aussichtsrestaurant den Startpunkt für die Gipfelstürmer, die per Auto anreisen. Das Thermometer zeigte 35° im Schatten und ich war geneigt, es damit bewenden zu lassen, die Aussicht war schon gut genug. Schließlich siegte dann aber der Ehrgeiz, außerdem lockte die Vorstellung, sich ein paar hundert Meter höher in kühler Höhenluft zu bewegen.
The hiking on Monday was pretty hard, because the sun burned merciless.

Rechts im Bild sind als heller Fleck an der Küste die Zuckerrohrfelder zu sehen, oberhalb davon Saint Pierre. Der Weg führte über den Bergrücken in der rechten Bildmitte hinab in die Schlucht und wieder herauf über den Berg am linken Bildrand bzw. auf dem unteren Bild mittig.

Kühl und feucht wurde es erwartungsgemäß. Leider blieb aber die dicke Wolke über dem Gipfel hängen, nach Passieren der Wolkenuntergrenze war nicht mehr viel zu sehen.
The top of the vulcan was coated in clouds, so I couldn't enjoy a good view. But nevertheless it was a good feeling having hiked up on this hight from sealevel.
Alles in allem war der Ausflug ein voller Erfolg, immerhin war ich nie zuvor von Meeresniveau ausgehend auf eine solche Höhe gestiegen.
Zurück in der Ankerbucht machte ich die Bekanntschaft mit der Crew der „Pantagruel“, einer schönen 18m langen klassischen Yawl.

Das Schiff kommt aus Eckernförde, Skipper Michael ist mit wechselnden Crews auf einer ganz ähnlichen Route unterwegs wie ich. Auch er will im Mai ab Sint Maarten den Atlantik überqueren, ich freue mich schon auf ein gemeinsames Bier in Horta auf den Azoren, einem der beliebtesten Häfen aller Langfahrtensegler überhaupt. Vorher treffen wir uns auf Dominica wieder und wer weiß, wo sonst noch auf dem Weg nach Sint Maarten.

Next destination was Dominica, where I sailed to last Tuesday. It was a fantastic sailing between the islands, with mostly more than 6 knots over ground.
Von St. Pierre nach Dominica war wieder eine berauschende Fahrt. Wie immer zwischen den Inseln mit zwei Reffs im Groß und der Fock, diesmal mit einem neuen Geschwindigkeitsrekord. Irgendwo in der Mitte der Strecke zeigte das GPS für mehrere Sekunden 6,8kn an. Windfahnengesteuert! Zuweilen ziehen dabei die Relingstützen durchs Wasser, ich denke immer öfter daran, eine dritte Reffreihe ins Groß einnähen zu lassen. Auf Guadeloupe werde ich mich danach erkundigen. Vorher steht Dominica auf dem Plan, die grünste Insel der Karibik. Aber das ist schon das nächste Kapitel.
Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes Osterfest!
Happy Easter to all of You!












