Nachdem ich die Frigga seit Graciosa vor nunmehr zwei Jahren im Bereich unterhalb der Wasserlinie stark vernachlässigt habe, wird sie diesen Winter auf dem Trockenen verbringen und mir allein durch den Anblick des Unterwasserschiffes eine ständige Mahnung sein, das notwendige Refit endlich voranzutreiben. Im Yachthafen Heidanger gibt es vor und nach der Saison jeweils einen festgelegten Krantermin, zu dem dann zwei Autokräne bestellt werden, die dann das Hafenbecken leer- bzw. wieder vollräumen. Letztes Wochenende war es dann soweit, am Samstag, ab 07:00 Uhr morgens sollte es losgehen.
Nun, ich hätte beruhigt ausschlafen können, FRIGGA kam am Nachmittag als vorletzte dran. Etwas nervös war ich, ich wusste nicht, ob das am Vortag eigenhändig zusammengezimmerte Gestell (nach Anleitung aus dem Vega-Handbuch) auch passen würde.

Die Prozedur des Kranens ist mir im Prinzip geläufig. Mit stationären Kränen oder einem Travellift habe ich das schon öfter gesehen und selbst auch durchgeführt. Aber mit einem Autokran, der die Boote mal eben über Büsche und Bäume hinweghebt, ist das alles doch etwas spannender. FRIGGA hoch oben im für sie eigentlich falschen Element schweben zu sehen fand ich beeindruckend.

Alles verlief ohne Probleme, es gab genug helfende Hände, und schließlich stand sie sicher in der dafür vorgesehenen Konstruktion, die ich allerdings noch optimieren werde.

Das Ziel der Aktion ist, das Unterwasserschiff gründlich zu reinigen, das Antifouling zu erneuern, Seeventile wieder gängig zu machen, sowie die mechanische Logge zu reparieren. Weiterhin wird das Gelcoat renoviert, alle Holzteile sowieso, die Fenstergummis erneuert und die Abdichtung zwischen Rumpf und Deck. Zu guter Letzt muss sie innen ordentlich aufgehübscht werden, damit sich künftige Chartergäste wohlfühlen können. Jawohl, Chartergäste.
Mein Plan ist, die Frigga auf den technischen Stand zu bringen, der für einen Betrieb als Charteryacht vorgeschrieben ist, um sie ab der nächsten Saison in Travemünde bareboat zu verchartern. Zur Abwicklung des Geschäftes werde ich demnächst eine entsprechende Rubrik auf dieser Webseite einrichten. Aufgrund meines Umbaus der Inneneinrichtung zur Dinette hat die Frigga im Gegensatz zu anderen Vegas zwar nur 3 Schlafplätze, für vier Leute halte ich bei einem mehrtägigen Törn die Vega aber eh für zu klein.
Ich bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt, Interessenten können mich ruhig schonmal anschreiben.
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