FRIGGA-live

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fast zuhause

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Der frühe Start in Blankenberge hat geklappt, wenn auch diverse innere Schweinehunde überwunden werden mussten, um die müden Knochen mitten in nder Nacht aus der Koje zu schwingen. Dass der Wind immer noch bei Stärke 8 war, erleichterte das Vorhaben nicht gerade.

Im Vertrauen darauf, dass die Vorhersagen stimmen würden, wonach der Wind im Laufe des Tages nachlassen sollte, lenkte ich die Frigga direkt nach der Hafenausfahrt in den Tidenstrom, setzte 1/2 Std. nach Ablegen die Genua und ab ging es mit guten 6 Knoten. Der Sonnenaufgang kurz darauf entschädigte schonmal für das frühe Aufstehen.

Der Himmel sah nach Schönwetter aus, leider war dies aber der Blick in die Vergangenheit. Mein Wetter kam mit dem Wind von hinten und der Blick in diese Richtung verhieß nichts Gutes. Zunächst aber hatte ich mit anderen Problemen zu tun. Auf der Westerschelde war der Bär los. Das Kreuzen dieses Verkehrsschwerpunktes war der zumindest ein Mittel, um vollends wach zu werden. Allerdings war das nur die Vorübung für den Hoek van Holland. In dieser Zufahrt zum Hafen Rotterdam geht es zu, wie zu Ferienzeiten auf der A7.

Als wir das endlich hinter uns hatten, holte uns das schlechte Wetter ein, heftige Schauerböen, gelbgrauer Himmel, graue aufgewühlte See. 'Es ist vorläufig das letzte Mal' tröstete ich mich, das gelang ganz gut.

Zur vorausberechneten Zeit lagen wir auf der Höhe von Ijmuiden, jetzt stand eine Entscheidung an. Eigentlich hatte für mich festgestanden, dass wir über Den Helder ins Ijsselmeer fahren. Nun blieb aber der Wind aus und gleichzeitig setzte die Gegenströmung ein. Wenn ich schon motoren muss, dachte ich, dann lieber binnen, auf ruhigem Wasser und ohne Strömung. Der Weg über Amsterdam war nur geringfügig weiter. Ich nahm also Kurs auf Ijmuiden und gegen 1 Uhr nachts passierten wir die Schleuse in den Nordseekanal. 4 1/2 Stunden später war Amsterdam erreicht, an der vom letzten Jahr bekannten Stelle legte ich endlich an und gönnte mir zwei Stunden Schlaf und anschließend ein ausgiebiges Frühstück.

Nach der Schleusung aus Amsterdam heraus

empfing uns das Markermeer mit Windstärke 6 und 7er Böen mit heftigen Regengüssen. Naja, wenigstens ging's schnell voran. Das Schleusenmanöver zwischen Marker- und Ijsselmeer bei diesen Umständen kostete mich meine AIS-Antenne, die auf dem Heckkorb befestigt war. Ich will lieber nicht länger daran denken. Das Wetter wurde besser, der Wind blieb stark und böig, jetzt jedoch unter blauem Himmel auf sonnenbeschienenem Wasser. Im Grunde also perfektes Segelwetter.

Endlich, gegen 20:00 erreichten wir Hindeloopen, meine Einhand-Reise ist damit zuende.

Über meine Gefühle darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Jedenfalls war es schön, herzlich empfangen zu werden und viele vertraute Gesichter wieder zu sehen. Der Hafen ist voll mit Vegas aus ganz Europa, die Atmosphäre ist toll, es fühlt sich schon fast an wie zuhause.

 

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