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Boxenstopp in Blankenberge

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Es hat einfach nicht sein sollen. Meine pünktliche Ankunft bei der IFR in Hindeloopen meine ich. Erst Flaute, genau wie auf der vorigen Etappe.

I didn't succeed with my plan to go nonstop from Boulogne sur Mer to Hindeloopen. There was no wind the first 16 hours and when the wind came, I had to realize a damage at the drum of my roller-furling. At second I'd got a bad weatherforecast for the next night, so I decided to go into the next harbour, which was Blankenberge in Belgium.

Unbewegte See abends

wie beim Sonnenaufgang, irgendwie hatte ich das doch schon mal

Also wieder einmal eine Nacht lang stumpf an der Pinne hocken bei eintöniger, nervtötender Motorfahrt. Dann zu Mittag, gerade als ich kochen wollte, endlich Wind und damit auch wieder Wellen. Kurz und hackig. Egal, Hauptsache wir kamen ohne Lärm und Dieselverbrauch voran. Inzwischen gegen die Strömung mit atemberaubenden 2,5 kn über Grund. Da ist es besonders spannend, ein fast 5 Meilen breites Verkehrstrennungsgebiet zu queren.

Nach zwei Stunden hatte es derart aufgefrischt, dass ich tatsächlich reffen musste. Aber Schiet, die Genua ließ sich nicht einrollen. Wieder einmal hatte sich die Trommel der Reffleine vom Vorstag gelöst, die vier Halteschrauben, die ich das letzte Mal schon eingeklebt hatte, waren verschwunden. Das reichte mir. Zum einen hatte ich nicht die geringste Lust, in dem inzwischen einsetzenden Regen auf dem tanzenden Vorschiff bei steifer Brise mit auswehender Genua vier neue Schrauben in den Trommelschaft zu fummeln (der Schaft muss dabei auf dem Vorstag in die richtige Position gebracht und gehalten werden, so dass die Schraubenlöcher übereinander kommen), zum anderen war ich hundemüde wegen der steuernd verbrachten Nacht und drittens war für die kommende Nacht Windstärke 8 mit Wellen bis zu 4m angekündigt. Alles in allem Grund genug, den nächstbesten Hafen anzusteuern. Das war Blankenberge. Die Ansteuerung in strömendem Regen war ziemlich ungemütlich, dabei muss ich ja nun mal draußen sein. Das Gute daran war, dass der Regen den Anblick auf die monströsen, die ganze Küste verschandelnden Bettenburgen (hinten links neben der Hafeneinfahrt) gnädig verschleierte.

Auf der Rückseite dieses Verbrechens gegen die Natur und den guten Geschmack liegen die beiden Marinas in unmittelbarer Nähe der Innenstadt.

Zwei Stunden nach Einlaufen sah der Himmel wieder freundlich aus, so blieb es für den Rest des Abends und die Nacht.

Das angekündigte Tief verspätete sich, erst heute Vormittag, als ich eigentlich weiter wollte, fing es an zu kacheln. Ab 1 Std. nach Hochwasser Dover läuft die Tidenströmung in meine Richtung, das wäre ein günstiger Zeitpunkt um aufzubrechen. Das nächste HW ist morgen (Freitag) früh um 3:00. Wenn der Wind passt, sind wir um 4:00 unterwegs. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ich bis dahin Gelegenheit habe, die Rollanlage am Vorstag zu reparieren. Im Moment pfeift es noch gehörig in den Wanten. Dabei hier am Liegeplatz die Genua auszurollen wäre sicher keine gute Idee.

 

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